2026 Abenteuer Transafrika – Namibia (3)
Leider hat sich das Spiel mit dem Ölverlust, das vermutlich über das Überdruckventil der Vorderachse austritt, wiederholt. Erneut riecht es während der Fahrt nach heißem Öl und der gesamte Motorraum ist versaut. Nach einer Überprüfung des Ölstandes an der Vorderachse sind wir beruhigt, da das Niveau in Ordnung ist. Also, alles wieder säubern und hoffen, dass es das jetzt war.
Guten Gewissens verlassen wir Walvis Bay und fahren weiter in Richtung Süden. Kurz bevor wir den „Kuiseb Pass“ erreichen, verbringen wir noch eine weitere Nacht im „Namib Naukluft NP. Nach einem farbenprächtigen Sonnenaufgang und vorbei an ein paar alten dekorativ platzierten Autowracks, passieren wir einen weiteren Meilenstein dieser Reise – den „Wendekreis des Steinbocks“. Hier verlassen wir den subtropischen Gürtel der südlichen Hemisphäre, an der die Sonne am 21.12. jeden Jahres im Zenit steht.
Wie bereits im letzten Reisebericht schon erwähnt, resultieren doch so einige Probleme an unserem Fahrzeug aus vorangegangenen Werkstattbesuchen – so auch jetzt wieder. Unmittelbar hinter dem kleinen Örtchen Solitaire meldet sich erneut die Warnleuchte des Kühlsystems und das gesamte Kühlwasser tritt aus – das kennen wir doch schon aus Jaunde/Kamerun. Eine erste Analyse ergibt, dass der obere Kühlwasserschlauch gerissen ist. Auch die Ursache dafür ist recht schnell erkannt. Beim Einbau des neuen Kühlers wurde der Wasserschlauch so positioniert, dass der Lüfter permanent daran scheuerte – Resultat, Schlauchbruch. Der anfänglichen Wut darüber, folgt schnell der Entschluss zur Selbsthilfe. Mit einem selbstklebenden Gummiband, das speziell für defekte Kühlerschläuche vorgesehen ist, verschließt Hajo den Cut und befüllt danach das Kühlsystem wieder mit Wasser. Mit der provisorischen Abdichtung fahren wir bis zu der kleinen Werkstatt in Solitaire. Dort wird uns sofort mit vereinten Kräften sämtlicher Mitarbeiter geholfen und der Schlauch mit einem Kunststoffrohr repariert. Ein dickes Dankeschön an unsere Helden in der Wüste.
Nach getaner Arbeit gönnen wir uns im angrenzenden „Desert Café“ noch einen Kaffee und ein großes Stück, des wohl bekanntesten Apfelkuchens Namibias. Zugegeben, er schmeckt sehr lecker. Gestärkt und rundum zufrieden setzen wir unsere Fahrt durch die Wüste fort. Selbst die Oryx-Antilope am Pistenrand nimmt in der Abendsonne kaum Notiz von unserer Anwesenheit.
Wir erreichen den Sossusvlei NP. Hier befinden sich die wohl eindrucksvollsten und höchsten Dünen der „Dünen-Namib“ und der Welt. Pünktlich zum Sonnenaufgang wird das Hauptportal in den Park geöffnet und wir können einfahren. Durch ein flaches Tal, das zu beiden Seiten mit Dünen flankiert ist, führt die Straße ins Herz des Nationalparks hinein. Die letzten fünf Kilometer dürfen allerdings nur mit einem 4x4 Fahrzeug befahren werden, da es z.T. durch tiefe Sandpassagen geht. Noch vor Kurzem stand hier das Wasser so hoch, dass Reisefreunde selbst mit ihrem 4x4 LKW nicht hineinfahren durften.
Auf dem dortigen Parkplatz bereiten wir uns auf das heutige Ziel vor – „Big Daddy“, mit derzeit ca. 325m, eine der höchsten Dünen der Welt. Bereits am frühen Morgen sind schon viele Besucher unterwegs. Doch je weiter wir auf dem Dünenkamm nach oben gehen, desto überschaubarer werden die Dünenwanderer. Wer jemals eine Düne bestiegen hat der weiß, dass dies nicht so einfach ist. Für drei Schritte nach vorne, rutscht man wieder einen zurück – an den oberen und steileren Passagen werden es noch mehr. Andere tun sich da schon leichter. Trotz des anstrengenden Wegs nach oben, können wir die atemberaubende Aussicht genießen.
Nach gut zwei Stunden haben wir es geschafft und stehen am höchsten Punkt, einer der momentan höchsten Dünen der Welt. Was für eine grandiose Aussicht auf die Namib-Wüste und Dünen, so weit das Auge reicht. Der Ausblick wie auch die Stimmung ist nur sehr schwer auf Bildern festzuhalten und auch kaum in Worten wiederzugeben.
Direkt unter uns liegt das „Deadvlei“, das komplett von Dünen umgeben ist. Dabei handelt es sich um eine Lehmsenke (Vlei), in der noch viele Gerippe der bis zu 1.000 Jahre alten Kameldornbäume stehen. Wegen der klimatischen Bedingungen und der extrem trockenen Luft, verrotten die toten Bäume nur sehr langsam. In nur wenigen Minuten sind wir die steile Düne wieder runtergerutscht und stehen inmitten des riesigen „Deadvleis“. Bedingt durch die umgebenden Dünen, ist es hier unten um einige Grad heißer. Die vielen toten Bäume, die Sanddünen wie auch der blaue Himmel darüber, bieten jedem Besucher natürlich reichlich Fotomotive.
Wieder zurück am Fahrzeug, fahren wir noch die kurz Strecke bis in das eigentliche „Sossusvlei“ hinein. Wegen der heftigen Regenfälle vor wenigen Wochen, sind nach wie vor nicht alle Pisten befahrbar. Doch dort, wo jetzt noch das Wasser steht befinden sich die vielen Lehmsenken, die in ein paar Woche wieder knochentrocken und hart wie Beton sein werden.
Auf der holprigen Rückfahrt legen wir noch einen Stopp an der „Düne 45“ ein. Sie ist zwar nicht höher als 175m, doch an eine Dünenwanderung ist heute wahrlich nicht mehr zu denken. Sie liegt direkt an der Straße und bietet uns in der nachmittäglichen Sonne einfach nur tolle Fotomotive. Nicht genug mit schönen Dünen, dann spaziert auch noch eine einsame Oryx-Antilope vorbei.
Bereits am nächsten Tag brechen wir zu einer weiteren Hiking-Tour auf – wir wollen den „Sesriem Canyon“ durchwandern. Leider ist der hintere Teil des Canyons nicht zu begehen, da sich noch zu viel Wasser darin befindet. Doch auch der vordere Teil der etwa 30m tiefen Schlucht, die der „Tsauchab-River“ in das schieferartige Gestein gefressen hat, ist absolut sehenswert.
Schon wieder zeigt sich ein massiver Ölverlust, an den in den trockenen Motorraum geführten Überdruckventilen sowie an den größeren Flecken unter dem Fahrzeug. Spontan fällt uns ein, dass die Iveco Werkstatt in Windhoek das Öl im VTG (Verteilergetriebe) doch geprüft und nachgefüllt hatte. Zwischenzeitlich haben wir nämlich auch herausgefunden, dass das Öl definitiv über das Überdruckventil des VTG entweicht. Dies war allerdings nur sehr schwer zu erkennen, da die Ventile direkt nebeneinander sitzen. Ok, in der uns bereits bekannten Werkstatt in Solitäre, wollen wir dem jetzt auf den Grund gehen.
Die Freude bei den Jungs in der Werkstatt ist groß, nachdem wir erneut auf den Hof fahren. Schnell ist das Problem geschildert und schon macht sich Hajo daran, das Öl des VTG abzulassen.
Zunächst werden die regulären ca. 2,6 Liter Getriebeöl abgelassen. In ein separates Gefäß lassen wir das vermutlich zu viel eingefüllte Öl reinlaufen. Was wir jetzt allerdings erleben und feststellen müssen, macht uns einfach nur fassungslos und lässt sich mit normalen Worten überhaupt nicht mehr beschreiben. Fast dieselbe Menge an Öl kommt nochmals raus. D.h., diese Schwachmaten in der „Fachwerkstatt“ haben die gleiche Menge an Öl „nachgefüllt“, wie bereits im VTG vorhanden war. Über 1.200km sind wir mit der fast doppelten Menge an Öl herumgefahren. Wir können wirklich von Glück reden, dass das VTG dies ohne Schäden überstanden hat.
Nachdem nun neues und vor Allem aber, die richtige Menge an Öl im VTG drin ist, lassen wir uns noch den kompletten Motorraum reinigen. Mit einem guten Gefühl in der Magengegend, machen wir uns wieder auf den Weg. Erneut überqueren wir den „Wendekreis des Steinbocks“, jetzt aber nach Norden. Nach einem kurzen Abstecher an einen schönen Aussichtspunkt des „Kuiseb Canyon“, fahren wir durch bis zum „Vogelfeder Berg“. Dort erleben wir zum wiederholten Male einen wunderschönen Sonnenuntergang, nachdem wir einmal mehr die kleine Felsenansammlung umrundet haben.
Kurz vor Walvis Bay können wir die dicken Nebelschwaden vom Atlantik her sehen, die wie eine Walze auf uns zukommen. Z.T. stehen sie auch über der "Düne 7", die sich direkt neben unserer Route befindet. Was läge da nicht näher, als auch diese Düne schon am frühen Morgen zu erklimmen. Sie ist nur unwesentlich niedriger als die Düne "Big Daddy", aber dafür um einiges steiler.
In Swakopmund sind die deutschen Wurzeln unübersehbar. Sowohl die Archetektur der Gebäude wie auch die Straßennamen sind aus der deutschen Vergangenheit nach wie vor erhalten. Kein Wunder, denn etwa 10% der ca. 35.000 Einwohner sind deutscher Abstammung und größtenteils auch Betreiber der dortigen Geschäfte sowie der Gastronomie. Wir bleiben ein paar Tage hier und schauen uns das Städtchen etwas genauer an. Neben dem sehr interessanten „Swakopmunder Heimatmuseum“, wo wir auch eine Verbindung nach Heilbronn entdecken, finden wir auch Geschäfte mit heimatlichen Lebensmitteln und Leckereien.
Weitere interessante Sehenswürdigkeiten der Stadt, sind z.B. der „Jetty“. Es ist ein unvollendeter Landungssteg, der ca. 260m ins Meer hinausragt. Oder eine ehemalige Kaserne der Eisenbahner, die heute als Jungendherberge dient. Dann wäre da noch das ehemaliges Lazarett aus dem Jahre 1901. Dort, wo früher verwundete, deutsche Schutztruppler behandelt wurden, befindet sich jetzt eine Pension. Zu guter Letzt natürlich noch das unübersehbare Wahrzeichen der Stadt – der 21m hohe Leuchtturm von 1902.
Außerhalb der Stadt, inmitten eines Townships, befindet sich ein privat organisiertes „Genozid Museum“. Laidlow, ein Herero, hat in seinen Privaträumen vieles an Bildern und Dokumenten zusammengetragen, um damit auf den grausamen Völkermord der deutschen Schutztruppen an den Herero und Nama zwischen 1904 und 1908 zu erinnern. Allerdings ist dies so manchem deutschstämmigen Mitbürger in Swakopmund ein Dorn im Auge – des Öfteren schon erhielt Laidlow Morddrohungen.
Nachdenklich und mit der Gewissheit, dass die Menschheit bis heute nichts dazugelernt hat, setzen wir unsere Reise fort. Wir folgen jetzt der Atlantikküste nach Norden. Es ist empfindlich frisch geworden, da der Einfluss des südlichen Polarmeeres entlang der namibischen Küste sehr groß ist. Trotz der herrlichen Strände, ist bei Wassertemperaturen um die 15°C, an Schwimmen überhaupt nicht zu denken. Ebenso zeugen die vielen Wracks entlang der Route, von der Unberechenbarkeit und Gefährlichkeit dieser Küste.
Entlang der Küstenstraße befinden sich viele kleine Stände, an denen die Einheimischen die herrlichsten Salzkristalle anbieten. Im Übrigen wird hier das Salz auch als Straßenbelag verwendet – die s.g. Salzpads. Dabei wird das Salz mit Sand und Wasser vermischt und danach auf die Straße gewalzt. Die Oberfläche wird dabei eben und unter der Sonneneinstrahlung auch sehr hart.
Wir erreichen das geschützte Robbenreservat am Cape Cross. Geschätzt leben hier ca. 250.000 Seelöwen oder Pelzrobben, die sich nach dem morgendlichen Fischfang entspannt in der Sonne rekeln. Leider werden noch immer die Tiere in den nicht geschützten Gebieten zu kommerziellen Zwecken getötet und verarbeitete. Über die angelegten Holzstege kommen wir sehr nahe an die Tiere heran, sofern man den fürchterlichen Gestank ertragen kann.
Am Cape Cross errichtete "Diego Cao" 1486 zu Ehren seines Königs von Portugal ein Kreuz. Er gilt als einer der ersten Europäer, der südwestafrikanischen Boden betrat. Leider befindet sich das Original in einem Berliner Museum. Da stellt sich für uns natürlich die Frage, ob es da auch wirklich hingehört. Bereits 1895 wurde allerdings eine Nachbildung des Originalkreuzes hier aufgestellt.
Ab hier verlassen wir die Küste und fahren hoch zum „Messum Krater“. Bereits die Anfahrt dort hinauf fasziniert uns ungemein und führt etwa 50km durch eine „mondähnliche“ Landschaft. Immer wieder sehen wir sehr große Exemplare von Welwitschien, der Nationalpflanze Namibias. Das Plateau, des vor ca. 130 Mio. Jahren entstandenen Kraters, ist von einer niederen Hügelkette umringt, die einen Durchmesser von 22km hat. Im Zentrum des Kraters befindet sich ebenfalls ein Hügel, der regelrecht zum Besteigen einlädt. Von oben erhalten wir nach erfolgtem Aufstieg eine grandiose Aussicht auf den gesamten Krater.
Am Spätnachmittag umfahren wir noch die Hügelkette des Kraters und finden mit einem herrlichen Blick auf das Brandbergmassiv einen ruhigen Schlafplatz. Nach dem Sonnenaufgang fahren wir zu dem nahegelegen Felsenhügel „Elephant Rock“. Auf unserem morgendlichen Spaziergang entdecken wir dann auch den wirklich beeindruckenden und namensgebenden Felsen. Daneben befinden sich noch viele weitere interessante Felsformationen und Auswaschungen – und das alles inmitten der Wüste.
In Uis sind wir mal mal wieder damit beschäftigt, einen abblasenden Reifen zu versorgen. Über Omaruru erreichen wir das „Erongo-Gebirge“, dessen höchster Gipfel 2.213m in den Himmel ragt. Dort befindet sich auch die „Ameib Gästefarm“. Dessen gesamtes Land ist ein Teil des „Erongo Mountain Rhino Sanctuary“, wo es mittlerweile über 50 Nashörner geben soll – das hört sich doch schon mal vielversprechend an. So viel wir auch die Augen aufhalten, leider können wir keines dieser strenggeschützten Tiere sichten – schade. Dafür unternehmen wir aber zwei wunderschönen Wanderungen. Die erste davon führt uns zu „Bull´s Party“. Dabei handelt es sich um überdimensionierte, runde Steinkugeln, die ein Produkt der Erosion sind. Danach gehen wir noch auf den Felsvorsprung „Elephant Head“ hinauf, von wo wir eine tolle Aussicht über das Erongo-Gebirge haben. Tatsächlich kann man, mit etwas Phantasie, einen Elefantenkopf in den Felsen erkennen.
Am nächsten Tag steht der Hike zur „Phillips Cave“ an. Es geht über mehrere Hügel, durch eine kurze Ebene und danach noch einen weiteren Anstieg hinauf, bevor wir die Grotte erreichen. Das Besondere an der nur 10m tiefen Grotte ist nicht nur die fantastische Aussicht, sondern auch die etwa 2.000 Jahre alten Wandmalereien. Am eindrucksvollsten ist dabei der „Weiße Elefant“, in dessen Leib eine rote Antilope gemalt ist. Letztere ist wahrscheinlich jüngeren Datums – uns gefällt es trotzdem.
Auf der Rückfahrt bis zum Gate gibt es leider wieder keine Nashörner. Dafür werden wir aber mit ein paar Giraffen entschädigt, die unsere Piste kreuzen und dann gemütlich davontrotten. Auch "Butterbäume" sowie einen blühenden "Organ Pipe" Kaktus können wir uns aus nächster Nähe anschauen.
Es geht jetzt der „Spitzkoppe“, dem Matterhorn Namibias, im gleichnamigen Nationalpark entgegen. Nicht nur dass uns dorthin wieder die übelsten Wellblechpisten führen, auch das Aufkommen der Mietflotte von Dachzeltcampern ist enorm – es ist unübersehbar, dass die Hauptreisezeit begonnen hat. So beschränken wir uns an diesem Abend nur auf einen kleinen Spaziergang auf die gegenüberliegenden Felsen der Spitzkoppe, um dem Sonnenuntergang beizuwohnen.
Schon früh am Morgen bricht ein Großteil der Mietcamper zu ihren nächsten Zielen auf, so dass wir in aller Ruhe diesen herrlichen Nationalparks erkunden können. Dabei schauen wir uns einen schönen „Felsbogen“ an, sowie Felsformationen wie „Rock Pools“, „Lion Rock, Rhino Rock oder gar „Dinosaur Rock“ – wobei die Letzteren nur mit sehr viel Phantasie als solche zu erkennen sind.
Unseren nächsten Übernachtungsplatz finden wir zwischen ein paar Felsen unmittelbar unterhalb der Spitzkoppe, außerhalb des Nationalparks. Hier können wir in aller Abgeschiedenheit den Sonnenuntergang mit Blick auf das Brandbergmassiv in der Ferne miterleben. Ebenso dürfen wir bestaunen, wie sich die Spitzkoppe in ein tiefes Rot verfärbt – traumhaft.
Für uns wird es nun Zeit, Richtung Windhoek zu fahren. In weniger als nur einer Woche geht die erste Etappe unserer geplanten mehrteiligen „Transafrika Reise“ dem Ende entgegen. Durch einen mondlandschaftlichen Wüstenabschnitt, vorbei an der „Blutkoppe“ und durch ein paar trockene Flussabschnitte, erreichen wir den 1.861m hohen „Bosua Pass“. Nicht die Höhe ist das Spektakuläre an diesem Pass, vielmehr ist es die 20%ige Steigung dort hinauf sowie die grandiose Landschaft drumherum.
Knappe 28.000km, auf teilweise übelsten und materialfeindlichsten Pisten, haben in den letzten 8,5 Monaten unserem treuen Iveco ganz schön zugesetzt. Daher hat auch er sich die anstehenden 3,5 Monate Reisepause wirklich mehr als verdient. Dafür lassen wir ihm nochmals einen aufwendigen Service mit mehreren Kleinreparaturen zukommen. Einen absoluten Spezialisten für Fahrzeugprobleme von Overlandern und natürlich auch für Ivecos, finden wir mit Wilko in seiner Werkstatt ProWorx. Es werden die gesamten Öle gewechselt, die Achsen abgeschmiert, sowie der Kardan neu ausgerichtet und losgerüttelte Halterungen wieder festgeschweißt. Zu guter Letzt erhält unser gutes Stück noch einen umfangreichen Vollwaschgang – steht er nicht blendend da ;-)
Strahlend sauber und technisch wieder auf Vordermann fahren wir ins Camp des „Trans Kalahari Inn“. Wir haben uns für diesen Platz entschieden, da er sehr zentral zwischen Windhoek und dem Flughafen liegt. Hier verbringen wir unsere letzten Tage dieser Reise mit Putzen und Packen und lassen uns zudem im angrenzenden Restaurant mit leckeren „Game Gerichten“ verwöhnen. Es ist ein sehr schöner Platz und je nach Wetterlage können wir auch nochmals in den Pool hüpfen. Der größte Vorteil ist jedoch, dass der Iveco bis zu unserer Rückkehr in einer verschlossenen Halle stehen darf.
Dann ist es soweit. Der Iveco hat seinen endgültigen Platz bis Anfang September in der Halle eingenommen und das Taxi ist auch schon vorgefahren. Kaum 30 Minuten später sind wir am Flughafen. Das Einchecken geht dann recht flott über die Bühne und pünktlich um 14:30 Uhr hebt unsere Maschine in Richtung Heimat ab. Am späten Abend erreichen wir Addis Abeba in Äthiopien, bevor es kurz nach Mitternacht endgültig heißt: „Tschüss Afrika, es war fantastisch – wir sehen uns Anfang September wieder“.